
Ein Mammutprojekt, das seit 2006 ein
Team von Aktivisten beschäftigt. Nach der Vorlage und Inspiration durch Hermann Scheers Buch "Energieautonomie" (2005) kämpfen sie gemeinsam dafür, dass sich seine Botschaft weltweit ausbreitet und zu einem Umdenkungs- und schließlich Umgestaltungsprozess führt: die Möglichkeit, dass der Umstieg auf 100% erneuerbare Energien kurzfristig realisierbar sei. Vorhanden scheinen kostenlose Energielieferer, die uns die Natur anbietet: Windkraft, Sonnenstrahlen, Bioenergie, Laufwasser, Geothermie. Dennoch setzen wir nach wie vor auf Atomenergie und fossile Brennstoffe. Ist es die Angst, die uns bremst oder als Propagandaargument gegen Innovationen dient? Was tun gegen die politischen und wirtschaftlichen Machtverhältnisse, die jeder Veränderung den Atem nehmen? Objektive Thematisierung und Aufklärung sind gefragt, subjektiv ist alles, was einer Interessengruppe zuzuordnen ist. Dabei wächst allmählich auch bei den Dauernutznießern Industrieländer das Bewusstsein, dass es so nicht weitergehen kann, dass Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung auch soziale Ausbeutung und Krisen zwischen Profiteuren und Opfern auf der ganzen Welt bedeuten, dass wir gerade mehr globale Harmonie und Nachhaltigkeit anstreben müssen, um unsere Existenz zu sichern. Die Natur interessiert sich nicht für unser Überleben, sie serviert uns nur die für uns fatalen Folgen unseres Verhaltens, immer häufiger, immer extremer.


Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Bundestagsabgeordneter und Träger des alternativen Nobelpreises Scheer nennt als Grundvoraussetzung einzig den Willen aller Beteiligten. Eine wirkliche Veränderung zu erreichen, beginnt natürlich zunächst in den Köpfen der Einzelnen, die von den Initiatoren in Bewegung gebracht werden kann. Das heißt zunächst die Benennung des Themas und die informative Aufklärung möglichst vieler Menschen, aber auch der Versuch, diejenigen zu überzeugen, die sich einer solchen Chance aus wirtschaftspolitischen Gründen immer noch verschließen. Ziel ist es, so viele Menschen weltweit zu überzeugen und damit eine wirkliche Veränderung herbeizuschaffen, Zweiflern und Gegnern durch eine solche positive Welle den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Von Anfang an kam der Kommunikation eine bedeutende Rolle zu und zur Vermittlung dieses revolutionären Wissens bot sich sofort das Medium Film an und nun soll ein Kino-Dokumentarfilm aufklären, Feuer entfachen, zum Engagement animieren, von breit gefassten Eventkampagnen begleitet. Eine Internetpräsenz und Community-Charakter ergänzen das Projekt.


Im Jahr 2006 begann die Recherche, das Drehbuch für den Film wurde bis Ende 2007 fertiggestellt, in den beiden folgenden Jahren wurde der Film schließlich produziert, gedreht und bei Scanwerk postproduziert. Die Reise führte die Filmcrew unter der Leitung von Regisseur Carl-A. Fechner in 10 Länder auf 4 Kontinenten. Station machte man in Brasilien, in den USA, Bangladesch, China, Afrika und Europa. In "Energy Autonomy - Die 4. Revolution", so der Arbeitstitel des Dokumentarfilms, wird der Zustand des Planeten als desaströs dargestellt, zunächst mahnend, dann verbunden mit der Hoffnung auf Auswege, die in Gesprächen mit verantwortungsbewussten Unternehmern, Ökonomen und Beteiligten an Energie innovativen Projekten in verschiedenen Ländern erörtert werden. Da ist zum Beispiel Ibrahim Togola in Mali, dessen Unternehmen die Bevölkerung im Betrieb von Solar- und Windanlagen schult und bei der Installation dieser hilft. Da ist Friedensnobelpreisträger Muhammed Yunus, der in Bangladesch mittels Microfinanzierung Kleinkredite an Frauen gibt, die Solaranlagen bauen und betreiben.
Windparks, Elektroautos und Solarenergieprojekte sind Protagonisten des Films, eingefangen vom Träger des Deutschen Kamerapreises Sorin Dragoi. Mit Hilfe von solchen Bespielen und der Abwägung von Chancen und Risiken, dem Wissen der vorhandenen Technologien, wird das Wollen in ein realisierbares Werden projiziert und der Entwurf einer zukünftig möglichen Welt, die durch Energieautonomie eine wirtschaftlich nachhaltigere Entwicklung und damit auch mehr globale soziale Gerechtigkeit bieten könnte, angeboten.
Der 90minütige, in 2K produzierte Film, der bei Scanwerk postproduziert und von Peter Deinas gegradet wurde, soll im Jahre 2010 in die deutschen Kinos kommen, auf DVD mit didaktisch aufbereitetem Bonusmaterial erscheinen sowie als Mehrteiler im Fernsehen laufen. Geplant ist ebenfalls die internationale Kino- und TV-Auswertung. Die Finanzierung des Filmprojekts, für das eine eigene Produktionsgesellschaft als Tochter der fechnerMEDIA gegründet wurde, bestritten vor allem Sponsoren und Supporter dezentral aus allen Bereichen der Gesellschaft und Wirtschaft.
Sehen Sie hier den Trailer des Kinofilms:
"Die 4. Revolution"
Produktion: fechnerMEDIA - Tochtergesellschaft ENERGY AUTONOMY-Der Film GmbH
Filmverleih: Delphi Filmverleih GmbH
Regie: Carl A. Fechner
DoP.: Sorin Dragoi
Telecine: Peter Deinas
Weitere Informationen zum Filmprojekt und zur Community finden Sie unter
www.energy-autonomy.org.