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Wir eilen ziemlich schnell durch unseren Alltag, unsere Arbeit ist die Basis unseres individuellen Lebens. Wir besitzen Häuser und Gärten, haben Familie und Hobbys, fahren in Urlaub und unser Auto. Wir sind in ein stabiles Staatssystem integriert und müssen nicht ständig um unsere Sicherheit in der Gesellschaft oder um unser täglich Brot bangen. Wir können froh sein, ein Leben auf diesem Niveau führen zu können. Es geht uns gut. Was ist mit unseren Mitmenschen? Geht es ihnen auch gut?

Wir hören darin vielleicht das abgeschwächte Echo von Moralaposteln, aber schauen wir uns einmal bewusst um. Heute keine Verdrängung. Fernsehbilder, die vom Elend künden, nicht nur flüchtig konsumieren oder abschalten - eine Sekunde Zeit nehmen.
Ein Mensch andernorts hat Probleme, keine Grundsicherung, oder lebt gar in Unfrieden und es mangelt an Perspektiven, die das Leben lebenswert machen? Der politisch Verfolgte oder Unterdrückte kämpft um seine Rechte, unter Gefahren und in Not? Wie geht es diesen anderen Menschen denn gerade?

Irgendwo in uns plagt machmal etwas, vielleicht Empathie, vielleicht das Gewissen. Wir stellen uns Fragen. Denn ganz weit weg, da liegt Vieles im Argen, in den ärmeren und benachteiligten Gegenden der Welt sowieso. Und manchmal das Gefühl, etwas machen zu wollen, irgendwie auch beteiligt zu sein.
Die Welt ist ein System: ein biologisches, geologisches, soziales. ökonomisches und anthropologisches - ein so genanntes globalisiertes inzwischen auch. Wir werden diesen Themen immer wieder begegnen, sei es in Form von Rohstoffknappheit, Naturkatastrophen, Ungerechtigkeit. Alle Komponenten und Beteiligten bedingen einander. Wir spüren, dass wir uns nicht einfach wegschalten können. Und wir wollen das nicht.

Eine lange Reise ist dabei nicht einmal nötig, um mit menschlicher Not oder Gewalt gegeneinander oder gegen die Natur in Kontakt zu kommen. All das ist auch mitten unter uns, ob in Form von Umweltzerstörung und deren Konsequenzen, sozialer Armut und Ausgeschlossenheit, Menschenrechtsverletzungen oder psychischen Krankheiten wie Depression oder Drogensucht. Da ist vielleicht noch mehr als die Entwicklungshilfe und die staatlichen Finanzierungssysteme, die soziale Verantwortung schriftlich und politisch institutionell vorschreiben?
Sie kommen ja doch doch bei uns allen ab und zu mal wieder zum Vorschein – die Risse und Abgründe, die sich beim Nachbarn oder auch bei einem selbst mitunter auftun: durch Nachdenken, durch die Medien, durch eigene persönliche Erfahrungen, durch Mitgefühl. Das Rad beginnt sich ganz nah im eigenen Ich und im unmittelbaren Zwischenmenschlichen zu drehen, jeden Tag. Und die Gedanken daran bringen Ideen mit sich: die, sich für etwas Sinnvolles zu engagieren; die von Ungerechtigkeit; die, die Ideale menschlicher Solidarität aufrecht zu erhalten; die, zu helfen und Hilfe erhalten zu können. Kurz, Verantwortung als Mensch unter Menschen zu übernehmen.

Die Werbung ist Teil des großen Medienbetriebes, aber auch wichtiges Kommunikationsmittel per se in unserer ökonomischen Gesellschaft. Sie kann dieses Potenzial doch auch zum Engagement nutzen, oder? Sie will das auch tun und den zwischenmenschlichen Kommunikationsfluss konstruktiv und kreativ vitalisieren . Sie kann gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Wir wollen das tun und in Zukunft unseren Blick und unser Handeln in diesem Sinne mit noch mehr Bewusstsein gestalten.