

Dieser Film hat blutige Spuren hinterlassen, metaphorisch betrachtet vor allem beim Publikum des Dead by Dawn Festivals in Edinburgh 2006. Dort wurden im April wie jedes Jahr die besten Werke des Horrorgenres ausgezeichnet und die deutsche Produktion "Blood Trails" erhielt den beliebten "Audience Award". Der Film von Robert Krause visualisiert - nicht unüblich bei Gruselschockern - eine fast 90-minütige Verfolgungsjagd. Diese trägt sich ausgerechnet in der fotogenen Landschaft der Alpen zu und zeigt neben deren Naturschönheit vor allem eine zur Klaustrophobie ansteckende Heldin. Anne, die mit ihrem Freund eine bergige Radtour unternehmen will, findet sich bald in einem Alptraum wieder. Vor allem ist sie nach dem sehr frühen Tod des Gefährten allein unterwegs und zwar ausschließlich. Vor: einem psychopathischen Polizisten, der nicht zufällig auf die Fährte der jungen Leute gestoßen ist, denn man kennt sein Gesicht aus einer Anfangsszene, in der Anne einen One Night Stand mit ihm, einem Fremden hat. Zu Beginn der Wald- und Wiesen-TorTOUR kommt ihr Freund Michael auf unschöne Weise durch besagten Wahnsinnigen zu Tode und erlebt die anschließende Jagd auf die Protagonistin nicht mehr live mit, der Zuschauer aber schon. Der Survivalparcours, das Blut, die Berge, alle Bilder in "Blood Trails" sind durch Peter Deinas' Farbkorrektur gegangen.
"Blood Trails" (2006)
Regie: Robert Krause
Produktion: Abnormal Pictures / K5 Films
Kamera: Ralf Noack
Telecine: Peter Deinas
Online Artist / Mastering: Georg Haas