Zu einem der ersten beachtenswerten Projekte, das Scanwerk am Flame bearbeitet hat, gehört auch das Musikvideo "Shine", das den Release des neuen Albums von The Maneken (
www.themaneken.com) im Frühjahr 2011 begleiten soll. Regisseur Charley Stadler, der die Lyrics zum Song schrieb und 2010 mit The Maneken-Sänger Evgeny Filatov in fruchtbarer Zusammenarbeit an 7 Kompositionen gearbeitet hat, übernahm zusammen mit Kameramann Fraser Taggert die Konzeption und Realisierung eines Musikvideos, dessen Shootings schließlich im September 2010 in einem Kiewer Filmstudio und in einem Swimmingpool stattfanden, die Unterwasseraufnahmen wurden zum Clou des Clips weiterverarbeitet.
Projekttitel: The Maneken "Shine"
Regie: Charley Stadler
DoP: Fraser Taggert
Früh zeigte "Dead Fish"-Regisseur Charley Stadler Interesse an einer Zusammenarbeit mit Scanwerk und so wurden Ideen ausgetauscht und über Track, Treatment und Storyboards, Design-Ideen und am Flame zu erzeugende Looks gesprochen, während Peter Deinas sich Gedanken über das Colorgrading machte.
Nach dem Dreh wurde der Clip in London geschnitten und anschließend bei Scanwerk in der Pandora Pogle Suite farbkorrigiert, bevor er in die Hände von Scanwerks Flame-Artists. Das RED-, Phantom- und Canon-Material wurde komplett am Flame digital bearbeitet.
Post bei Scanwerk am Pandora Pogle und am Flame
Für den ersten Übergang in der ersten Einstellung hatte Scanwerk, um eine Alternative für den harten Schnitt der Londoner Fassung zu finden, die Idee, mit der Kamera in das Auge der Protagonistin zu zoomen, um darin den Sänger zu entdecken, der daraufhin die Hauptrolle übernimmt.
Das Bild der Darstellerin Elena Chebuklieva musste freigestellt und manuell stabilisiert werden, um anschließend für die digitale Weiterführung der Kamerazufahrt bis ins Auge wiederverwendbar zu sein. Anschließend fand das Compositing des Sängers in das Auge der Protagonistin statt, wobei gleichzeitig die Colorierung und das fehlende Filmkorn des Auges für das Close-up angepasst werden mussten.
Mehr oder weniger alle Unterwasser-Aufnahmen wurden am Flame manuell stabilisiert und wegen der fehlenden Auflösung (die für die Unterwasser-Aufnahmen verwendete Kamera drehte nicht in Full-HD) mit Filtern, durch partielle Skalierung und Vignettierung korrigiert bzw. bearbeitet.
Auch die Close-ups des Frontmanns im Auge wurden passend zum Compositing im Auge stabilisiert.
Das Layering bzw. die Überblendungen der "Unterwasser"-Szenen wurden am Flame mit Keyer, manuell erstellter Maske – Garbage Matte - und unterschiedlichen Blend-Modi der Layer gestaltet.
An einigen Stellen, so z.B. im Mittelteil des Clips, in dem wir im "Tränenmeer" sind, wurden entweder real gedrehte "Rays" (Wasserstrahlen) oder zumindest eine graphisch erzeugte "Wasseranmutung" über die Szenen gelegt.
Auch der Effekt-Übergang von schwarzem zu weißem Anzug des Sängers war ein Vorschlag von Scanwerk. Etwa in der Mitte des Clips wurde für diesen der Anzug "maskiert" (die Masken stammten aus mehreren Passes des Colorgradings am Pogle), dann manuell am Flame und z.T. am Nitris DS rotoskopiert und schließlich am Anfang am Flame auf Schwarz umkoloriert.
Kurz vor Ende des Videos wurde eine Fahrt von "Unterwasser" ins Auge und direkt weiter in eine Träne animiert, wobei das Auge mittels Maske anders koloriert wurde. Scanwerk setzte am Flame wiederum das Gesicht des Frontmanns in die Träne, das Ganze musste getrackt und an die Verzerrung durch den Tropfen bzw. das Licht auf dem Gesicht angepasst werden.
Kurz später im Clip wurde das Liebespaar in die letzte fallende Träne eingefügt; das Compositing musste wiederum in Verzerrung durch die Träne und in Lichteinfall angepasst werden.
In der letzten Einstellung, in der der Hintergrund dunkler ist, erfolgte wiederum Drüberlegen einer "Wasseranmutung", die durch Highlights überstrahlt und ausbrennt.